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Was kostet eine Hochzeit wirklich?

Fast jedes Paar startet mit einer Zahl im Kopf. Nach dem dritten Angebot stimmt sie nicht mehr — und das liegt nicht an euch. Die meisten Kostenaufstellungen im Netz nennen einen Durchschnittswert, der für eure Gästezahl, eure Region und euren Termin gar nicht gelten kann. Auf dieser Seite findet ihr deshalb Spannen statt Wunschzahlen, einen Rechner, der euer Budget auf die neun Posten aufteilt, und die Kosten, die in fast jeder Planung fehlen.

Euer Budget, aufgeteilt

Tragt eure Gästezahl und das Budget ein, das ihr im Kopf habt. Die Aufteilung folgt den üblichen Anteilen — sie ist ein Ausgangspunkt, kein Gesetz. Alles rechnet direkt in eurem Browser; es wird nichts übertragen und nichts gespeichert.

Alle, die feiern — inklusive euch beiden.

Der Gesamtbetrag, den ihr ausgeben wollt.

Budgetplaner für 70 Gäste, Gesamtbudget 20.000 €

Aufteilung des Hochzeitsbudgets auf die neun Posten
Posten Anteil Betrag
Gesamt 100 %

Budgetplaner zum Ausfüllen holen

Was die einzelnen Posten realistisch kosten

Bezugsgröße sind 60 bis 80 Gäste, Deutschland, Samstag in der Hauptsaison. Je nach Region und Termin liegt ihr über oder unter diesen Werten — als Orientierung taugen sie trotzdem, weil sie die Verhältnisse zueinander richtig abbilden.

Posten Anteil am Budget Spanne
Location & Catering40–50 %70–150 € pro Gast
Fotograf & Videograf8–12 %1.500–3.500 €
Kleidung, Anzug & Ringe10–15 %1.500–4.000 €
Deko & Blumen8–10 %800–2.500 €
Musik, DJ oder Band5–8 %800–2.500 €
Trauung (Standesamt oder frei)3–5 %100–1.200 €
Papeterie2–3 %200–600 €
Fahrzeug, Übernachtung, Sonstiges3–5 %300–1.000 €
Puffer10 %

Die Werte sind Orientierungswerte aus Erfahrungsberichten und Anbieterpreisen, keine amtliche Statistik. Holt für die großen Posten immer eigene Angebote ein — allein zwischen Stadt und Land liegen bei Location und Catering schnell 30 Prozent.

Die Kosten, die niemand einplant

Diese sieben Posten stehen auf kaum einer Checkliste und summieren sich trotzdem schnell auf einen vierstelligen Betrag. Wer sie von Anfang an mitrechnet, braucht den Puffer später nicht aufzubrauchen.

1. Trinkgelder

Für Service, Fotograf, DJ, Trauredner und Fahrer. Üblich sind fünf bis zehn Prozent der jeweiligen Rechnung. Legt das Geld vorher in beschriftete Umschläge und gebt sie einer Person, die nicht ihr selbst seid.

2. Korkgeld

Viele Locations erlauben eigene Getränke nur gegen eine Gebühr pro geöffneter Flasche. Die kann den vermeintlichen Spareffekt vollständig auffressen — vor der Buchung nachfragen und in den Vertrag schreiben lassen.

3. Übernachtung der Dienstleister

Bei später Feier oder abgelegener Location übernachten Fotograf, Band oder Trauredner vor Ort, und das zahlt ihr. Steht selten im Angebot, fast immer in den AGB.

4. Anfahrten

Kilometerpauschalen von Dienstleistern, dazu der Transport von Deko, Getränken und Leihgeschirr. Bei mehreren Anbietern kommen leicht mehrere Hundert Euro zusammen.

5. Änderungsschneiderei

Kleid und Anzug werden fast immer angepasst, oft mehrfach. Rechnet mit einem niedrigen dreistelligen Betrag zusätzlich zum Kaufpreis — und mit einem letzten Termin kurz vor der Hochzeit.

6. Gebühren

Standesamt, Aufgebot, Urkunden, Trauung außerhalb der Öffnungszeiten, GEMA bei Live-Musik, eventuell Sondernutzung öffentlicher Flächen. Jede Position ist klein, zusammen sind sie es nicht.

7. Versand und Porto

Save-the-Date, Einladungen, Antwortkarten und Danksagungen — vier Sendungen an jeden Haushalt. Bei 40 Haushalten und Standardporto in beide Richtungen ist das ein spürbarer Posten in der Papeterie.

Budgetplaner zum Ausfüllen

Der Ausdruck oben ist eine Momentaufnahme eurer Aufteilung. Der Budgetplaner ist etwas anderes: ein Arbeitsblatt, das ihr über Monate führt. Neben jedem Posten steht eine Spalte für geplant und eine für tatsächlich — damit seht ihr nach jedem Angebot, wo ihr steht. Dazu die sieben Kosten, an die fast niemand denkt, zum Abhaken.

Eine Seite A4, kostenlos. Ihr bekommt ihn per E-Mail, damit ihr ihn später wiederfindet.

Und wenn ihr es nicht auf Papier führen wollt

In Brautkompass tragt ihr jede Ausgabe direkt ein und seht jederzeit, was noch übrig ist. Euer Partner sieht dieselbe Zahl, ohne dass ihr euch Tabellen hin- und herschickt. Dazu Gästeliste, Sitzplan, Aufgaben und Tagesablauf am selben Ort.

Weiterlesen

Wenn das Budget steht, ist die Reihenfolge dran: Welche Aufgabe wann erledigt sein muss und welche Dienstleister ihr zuerst bucht, steht in der Hochzeitscheckliste mit Zeitplan. Wer die Hochzeit nicht allein bezahlt, findet unter Wer zahlt die Hochzeit? Formulierungen für das Gespräch mit den Eltern.

Erstellt mit dem Budgetrechner auf brautkompass.de/hochzeitsbudget — Orientierungswerte, keine Gewähr. Den vollständigen Budgetplaner zum Ausfüllen, mit Spalten für geplant und tatsächlich und den Kosten, die fast immer vergessen werden, gibt es kostenlos unter brautkompass.de/hochzeitsbudget